Ich habe stets in zahlreichen Blogs und Beiträgen geschwelgt, in denen Reisende ihre Abenteuer teilten. Oft war der Tenor, dass man bestimmte Orte besuchen wollte, um dort eine Rundreise oder einen längeren Aufenthalt zu planen. Diese Erzählungen waren häufig durchzogen von dem heutigen typischen Mix aus Blogs, Video-Logs und der Präsentation von Werbung und Produkten. Wenn ihr wisst, was ich meine, dann kennt ihr auch das Gefühl, wie sehr das manchmal nervt. Ich wollte niemanden nerven, vor allem mich selbst nicht.
Vielleicht seid ihr mit Fotowalks vertraut – diesen zauberhaften Spaziergängen mit Kamera, in geselliger Runde und meist durch malerische Städte. Man versucht, sich gegenseitig zu inspirieren und schöne Motive zu entdecken. Irgendwie kam mir der Gedanke, beides zu kombinieren und meine nächste Reise als „Foto-Dokumentation“ anzugehen. Das könnte für mich eine viel harmonischere Art des Reisens sein. Werbung und Produkte haben in diesem, meinem privaten Blog ohnehin keinen Platz.



Aix – die schöne Stadt im Süd-Westen der Provence…
Also, wie setze ich das um? Wie kann das gelingen?
Mein „What’s in my bag“ war ein vielversprechender Anfang: Kluges Packen – alles, was man braucht, muss mit, und nichts Überflüssiges darf den Weg ins Gepäck finden. Also die Kamera, das 18-55mm Standard-Objektiv und das 10-24mm Weitwinkel – auf das 55-200mm Zoom-Objektiv verzichte ich. Dazu noch meine kleine Handkamera (ein externes Modul, das per WLAN über das Smartphone gesteuert wird und eine sichtbar bessere Qualität liefert als jede Smartphonekamera) sowie mein treues Smartphone. Die Entscheidung, wann ich welches Objektiv benutze, kommt später.
Also, auf geht’s: Wir brechen auf in die #provence, dieses zauberhafte Fleckchen Erde im Süden Frankreichs, das mit mediterranem Flair, strahlenden Städten und einer atemberaubend schönen Natur gesegnet ist – das warme Licht zieht einen sofort in seinen Bann. Ich bin mit dem TGV angereist, und es gibt eine direkte Verbindung aus Deutschland, die die Reise besonders bequem macht. So kann man entspannt die Landschaft genießen, während man dem Ziel entgegenfährt.
In Aix-en-Provence angekommen, empfängt uns ein angenehm warmes T-Shirt-Wetter. Alles wirkt ein wenig chaotischer, aber dafür umso sympathischer als bei uns. Die Stadt strahlt in hellem Licht, das warm und einladend ist, und die Menschen scheinen entspannt – Savoir-vivre. Hier, wo die Zeit langsamer zu vergehen scheint, kann man die Seele baumeln lassen und die kleinen Freuden des Lebens genießen.



Typisch Südfrankreich: Lebensfreude und schöne Architektur…
Die Provence zeigt sich zu dieser spätsommerlichen Jahreszeit, im September, in einem pastellfarbenen Gewand, dass gedämpfte Farben und warmes Licht kombinieren. Das Wetter ist warm, aber nicht mehr drückend heiß. Es vermittelt dieses wunderbare „Sommer, Sonne, Raus“-Gefühl, obwohl der Sommer schon leise adieu sagt.
In Aix ( #aix #aixenprovence ) ist mein Lieblingsplatz nicht der Rotonde bzw der Cours Mirabeau, sondern der Place Richelme. Die kleinen Bars und Bistros, das pulsierende Leben auf dem Platz, die kleinen Busse, die durch die schmalen Gassen rauschen – einfach herrlich. In einem kleinen Bistro genieße ich einen Pastis, dazu gibt es köstlichen Schinken, aromatischen Käse und frisches Brot. Man sitzt dort und saugt die Lebendigkeit um einen herum auf, als wäre man Teil eines lebendigen Gemäldes.


Bewegung überall – troubelige Aktivitäten…
Mein Kopf beginnt zu arbeiten, meine Gedanken drehen sich um das was ich kreativ daraus machen kann: Aber wie lässt sich all das in einem einzigen Foto festhalten? Ich versuche es mal zu beschreiben: Suche Dir eine Filmsimulation ( #filmsimulation ) aus, die zur Stimmung passt. Achte auf Helligkeit, harte oder weiche Kontraste, Perspektive (flach um die Tiefe des Platzes einzufangen oder ein kleiner Ausschnitt um Details zu zeigen) – ich mag die Filmsimulationen die den Stil alter Reportage-Magazine nachahmen:



Die Farben, die Kontraste und das Spiel mit dem Licht… es macht einfach Spaß 🙂
Die Provence hat ja noch viel mehr zu bieten als nur „la ville aux mille fontaines“ – Aix-en-Provence, die Stadt der Brunnen und des Wassers. Eine kurze Fahrt entfernt liegt das charmante Arles. Die Stadt selbst mag nicht ganz so malerisch sein wie Aix, doch sie verzaubert mit ihren verwinkelten Gassen und den vielen kleinen Läden, die sich aus dem reichen Repertoire der Ateliers in Arles und der Region bedienen. Es gibt ein Van-Gogh-Museum (mit einer traumhaften Dachterrasse). So kann man innerhalb einem 1 Stunden Radius Cezanne und van Gogh sehen – in #nizza würden noch Chagall und Matisse warten.
Einmal im Jahr findet in Arles ein weltberühmtes Foto-Festival statt, das Fotografen und Kunstliebhaber aus aller Welt anzieht und die Stadt in ein kreatives Zentrum verwandelt.
Hinaus aus den Städten und hinein ins ländliche Idyll. Auch die malerischen Dörfer der Provence bieten eine unfassbare Schönheit und sind jede Reise wert – doch seid gewarnt: Manchmal trifft man auch auf überlaufene Dörfer, die von Touristen überrannt werden.










Ich habe mehrere #lieblingsorte in Aix, die ich aber nicht beim Namen nenne, sondern hier nur die GPS-Koordinaten einfüge – ein bisschen Recherche müsst ihr dann noch selber erledigen:
Hier verbringe ich gerne Zeit: 43.52846428988906, 5.445338830884373
Der nicht so touristische HotSpot: 43.536661066231815, 5.450133926870543
Hier ist Ruhe und Natur sicher: 43.52147876171036, 5.449083793006648
Auch ein Lieblingsplatz: 43.52570704556405, 5.448667113080103
Hier gibt es zwei Plätze, falls der erste geschlossen ist, nimm Nummer zwei: 43.52409339435747, 5.439090082046751 und zwei: 43.529622104019424, 5.447861222483697
Vielen Dank fürs Lesen 😉